Christian Calderone

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Bersenbrücker Kreisheimattag: Calderone und das „Museum im Kloster“

Altkreis Bersenbrück/Engter I Bersenbrücker Kreisblatt vom 18. September 2018

Die Umbenennung des Kreismuseums Bersenbrück in „Museum im Kloster“ kritisierte der Landtagsabgeordnete Christian Calderone auf dem Kreisheimattag mit Jahreshauptversammlung des Kreisheimatbundes Bersenbrück ( KHBB) in Engter.

Im Anschluss an einen Erkundungsgang durch Engter, mit einer Ortsführung durch den Ortsbürgermeister Ralf Seeleib sowie mit Ausführungen zur Kirchengeschichte von St. Johannis durch Christa Brüggemann, fand die Mitgliederversammlung im Gasthaus Bei der Becke statt.

„Schön, dass die Schmittenhöhe auch mal wieder zu Wort kommen kann“, begrüßte Rolf Lamla als Vorsitzender des gastgebenden Heimatvereins Schmittenhöhe die Gäste, nachdem der KHBB-Vorsitzende Franz Buitmann ein erstes Willkommen an die Mitglieder gerichtet hatte.

Im Jahresbericht stellte Buitmann ausführlich die Aktivitäten des Kreisheimatbundes dar. Aus dem Kassenbericht von Carla Markus ging hervor, dass das Vereinskonto sich im Plus befindet. Franz Feldkamp, bereits 2017 für seine langjährige Vorstandsarbeit im KHHB, unter anderem als Geschäftsführer, zum Ehrenmitglied ernannt, erhielt jetzt seine Urkunde.

Aufgrund anderweitiger Verpflichtungen hatte der Landtagsabgeordneter Christian Calderone bereits zu Anfang der Versammlung erklärt, wer den Heimatbegriff nicht mit Offenheit, Weltoffenheit und einem positiven Blick in die Zukunft verknüpfe sondern „Heimat als eine rückwirkend zu betrachtende Erfahrung definiert, wird sie nicht in die Zukunft führen“.

Im Vorgriff auf das anstehende Referat des Nachmittags, „Vom Kreismuseum zum Museum im Kloster“, äußerte Calderone sein persönliches Bedauern, dass das Kreismuseum nicht mehr Kreismuseum heißt. „Denn dieser Titel weist doch deutlich auf Herkunft und Ausrichtung des Museums hin, welches eben den Altkreis Bersenbrück zum Thema hat. Außerdem ist der Name überliefert und bekannt. Der neue Name „Museum im Kloster“ wirkt da eher irreführend, denn ein Kloster gibt es an der Stelle schon Jahrhunderte nicht mehr.“

Dem hielt Fabian Schröder Mitarbeiter im Kulturbüro des Landkreises Osnabrück, im Referat entgegen, dass die Umbenennung deshalb vollzogen wurde, „weil es nicht mehr als zeitgemäß angesehen wurde, den Altkreis Bersenbrück im Museumsnamen zu belassen“. Die Umbenennung solle einen Neustart signalisieren. Wichtiger als der Name sei, wie das Museum geführt wird, dass gute Ausstellungen gemacht werden und die Menschen Spaß im Museum haben.

Zeigen werde das Museum die Geschichte der Klosterzeit, ferner Exponate aus der Epoche der damaligen Amts- und Kreisverwaltung, verknüpft mit drei maßgeblichen Akteuren, der Äbtissin von Moltke, dem Amtmann Niemeyer sowie dem Landrat Rothert, die alle im Museumsgebäude gelebt und gewirkt hatten.

Schröder konkretisierte die Neuausrichtung der Museums im Kloster schließlich durch einen Gebäuderundgang mit Hilfe von Fotos und der Erläuterung der dort vorhandenen Stationen.

Vom 26. bis 28. Oktober soll das Museum im Rahmen verschiedener Veranstaltungen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.