Christian Calderone

Für Sie im Landtag!


Ankum: Polizeireform und „gefühlte Sicherheit“

Ankum I Bersenbrücker Kreisblatt vom 16. November 2017

Der Bund tut erstaunlich viel, um Polizeiarbeit und Sicherheitslage zu verbessern. Das wirkt sich aber nur bedingt auf Polizeipraxis und „gefühlte Sicherheit“ aus, wie ein Diskussionsabend der Konrad Adenauer Stiftung in Ankum zeigte.

Geplant war dieses „Osnabrücker Landgespräch“ eigentlich als kontroverser Beitrag zum Landtagswahlkampf, sagte Stiftungsvertreter Stefan Gehrold zu Begrüßung. Brisant bleibt er auch nach dem vorverlegten Wahltag. Zwar fühlten sich die Zuhörer mehrheitlich sicher im Altkreis Bersenbrück, wie der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Calderone per Abfrage ermittelte. Von ihm kamen auch wunderbar provokante Fragen, die die Diskussion befeuerten. Etwa die, ob eher der traditionelle Schutzmann auf dem Rundgang „ums Eck“ gebraucht würde, oder der Experte, der Internetverbrechen aufdeckt oder Terroristen aufspürt, bevor sie Schaden anrichten.

„Wir brauchen eine intelligente Mischung“, antwortete eine schlagfertige Ann Oldiges, als Bramscher Kommissariatsleierin die Praktikerin, aber mit Fachstudium und Lehrauftrag. Oldiges Kernthese: Auf die Polizei kommen immer mehr und kompliziertere Aufgaben zu, der Dienst ist rauer geworden. Trotzdem traut sich eine gut ausgebildete junge Polizistengeneration zu, die Aufgabe zu lösen. Sie braucht aber die Mittel dazu, vor allem das Personal.

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Neue Bahnübergänge in Quakenbrück: Bahn sagt Prüfung zu

Quakenbrück I Bersenbrücker Kreisblatt vom 08. November 2017

Seit Jahren fordert der Quakenbrücker Stadtrat weitere ebenerdige Bahnübergänge für Fußgänger und Radfahrer. Alt- und Neustadt, die durch die Bahnlinie Osnabrück–Oldenburg getrennt werden, würden außerdem besser miteinander verbunden. Nun kommt Bewegung in die Angelegenheit.

Wenn es um die Gestaltung des früheren und inzwischen abgeräumten Bahnbetriebsgeländes geht, sind sich die Ratsfraktionen einig: Für ein Zusammenwachsen von Alt- und Neustadt sind weitere ebenerdige oder „höhengleiche“ Bahnquerungen für Radler und Fußgänger unverzichtbar. Der bestehende Fußgängertunne ist vielen Einwohnern ein Dorn im Auge. Bauweise und Zustand stehen immer wieder in der Kritik.

Vorstöße, die Deutsche Bahn AG von weiteren Übergängen zu überzeugen, gab es von allen Seiten immer wieder: Im Januar dieses Jahres war es die CDU-Fraktion,zuletzt schaffte es das Thema auf Initiative der Grünen auf die Tagesordnung der jüngsten Sitzung des städtischen Bauausschusses. Ihre Forderung: Der Stadtrat solle die Verwaltung beauftragen, „konkrete Verhandlungen mit der Deutschen Bahn zu führen, um im Endergebnis bodengleiche Bahnübergänge für Fußgänger und Radfahrer im Sanierungsgebiet ‚Quakenbrücker Bahnflächen‘ durchzusetzen“.

Gleich vorweg: Der Antrag fiel bei der Abstimmung in der Ausschusssitzung durch. Nur Grünen-Fraktionschef Andreas Henemann stimmte dafür, es gab acht Neinstimmen und zwei Enthaltungen. Zuvor hatte Henemann den Antrag, der bereits in der September-Sitzung des Stadtrates kurz behandelt worden war, noch einmal begründet. Nach den Vorstellungen der Grünen soll der vorhandene „mit vielen Mängel behaftete und untaugliche Tunnel“ zurückgebaut werden und an gleicher Stelle ein ebenerdiger Bahnübergang entstehen. Südlich des Bahnhofs seien mindestens ein, besser zwei weitere bodengleiche Querungen für Radler und Fußgänger erforderlich. Es sei aus „städtebaulicher, gesamtplanerischer und sozialer Sicht dringend erforderlich“, Alt- und Neustadt miteinander zu verbinden. Ein Stadtratsbeschluss, so hoffte Henemann, könne diesem Vorhaben und den Verhandlungen mit der Bahn AG „den nötigen Nachdruck verleihen“. Das sei gar nicht nötig, hielt Paul Gärtner (SPD) dagegen. Und auch Christian Calderone (CDU) wies darauf hin, dass die Stadt in dieser Angelegenheit bereits einen Schritt nach vorne gemacht habe: „Wir reden nicht mehr über das ‚Ob‘, sondern schon über das ‚Wie‘.“

Inzwischen hat es zwischen Stadtverwaltung und Deutscher Bahn AG einen ersten Kontakt gegeben, wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht. Anfang Juni trafen sich Vertreter der Stadt und der DB Netz AG in Hannover, das Gespräch war auf Vermittlung des CDU-Landtagsabgeordneten Christian Calderone zustande gekommen. Darin hat die Stadt ihren Wunsch geäußert, „dass zur Verbindung der Stadtteile Altstadt und Neustadt ebenerdige Verbindungen über die Bahnstrecke geschaffen werden sollten“. Die DB Netz AG, so ist der Vorlage weiter zu entnehmen, habe eine Prüfung von Möglichkeiten zugesagt, „unter der Maßgabe, dass lediglich Bahnquerungen für Fußgänger und Radfahrer möglich sind“. Weiteres Ergebnis des Gesprächs: Die Stadt Quakenbrück soll mithilfe eines Fachingenieurbüros „qualifizierte Vorplanungen“ erstellen, die für einen späteren Genehmigungsantrag genutzt werden sollen. Diese Planungen sollten dann mit der Deutschen Bahn AG abgestimmt werden, um zu klären, ob und wie ein Genehmigungsverfahren eingeleitet werden kann.

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CDU Neuenkirchen diskutiert emotional über Gefahrstofflager

Neuenkirchen-Vörden I Bramscher Nachrichten vom 08. November 2017

Das Interesse am Stand der Koalitionsverhandlungen auf Landesebene war bei den CDU-Mitgliedern groß. Heiße, zum Teil emotional geführte Diskussionen gab es in Neuenkirchen allerdings bei lokalpolitischen Themen – wie der Ansiedlung des Imperial-Gefahrstofflagers im Niedersachsenpark.

Ehrengäste, Vorstand und Geehrte während der Mitgliederversammlung: (sitzend, v.l.) Rainer Huesmann, Ewald Kober, Martin Menke, (stehend, v.l.) Tobias Lahrmann, Helmut Steinkamp, Ulrich Kettler, Guido Oevermann, Melanie Thye Lokenberg, Rolf Steinkamp-Bergmann, MdL Christian Calderone, Bürgermeister Ansgar Brockmann und Ulrich Schick.

Ehrengäste, Vorstand und Geehrte während der Mitgliederversammlung: (sitzend, v.l.) Rainer Huesmann, Ewald Kober, Martin Menke, (stehend, v.l.) Tobias Lahrmann, Helmut Steinkamp, Ulrich Kettler, Guido Oevermann, Melanie Thye Lokenberg, Rolf Steinkamp-Bergmann, MdL Christian Calderone, Bürgermeister Ansgar Brockmann und Ulrich Schick.

Zunächst gab der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Martin Menke während der Mitgliederversammlung in der Gaststätte Seep jedoch einen Überblick über das durch drei Wahlen geprägten Jahre 2016/17. Er hoffe, dass man sich jetzt wieder auf die politische Arbeit konzentrieren könne, sagte Menke. Gerne aufgenommen wurde vom Vorstand dabei die Anregung aus der Mitgliederschaft, einen Zusammenschluss der bisher eigenständigen CDU-Ortsverbände Neuenkirchen und Vörden anzustreben.

MdL Christian Calderone nahm unterdessen die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. Für 40-jährige Zugehörigkeit zur Union wurden Ewald Kober und Rainer Huesmann gewürdigt. Auf eine 25-jährige Mitgliedschaft blicken Martin Menke und Andreas Dreishing zurück.

Der Landtagsabgeordnete Calderone ging anschließend in einem Vortrag auf das schlechte Abschneiden der CDU bei den jüngsten Wahlen ein. Weiter berichtet er über den Stand der Koalitionsverhandlungen auf Landesebene, an denen er für den Bereich der Justizpolitik beteiligt sei.

Details, insbesondere auch zu Personalfragen, wollte Calderone mit Hinweis auf die vereinbarte Vertraulichkeit zwischen CDU und SPD nicht nennen. Sollten die beiden Parteien tatsächlich eine Koalition vereinbaren, wird die Wahl des Ministerpräsidenten voraussichtlich am 22. November stattfinden.

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Calderone neuer Sprecher der CDU-Landtagsabgeordneten aus Osnabrück-Emsland

Hannover I Pressemitteilung vom 19. Oktober 2017

Christian Calderone ist neuer Sprecher der CDU-Bezirksgruppe Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Die zehnköpfige Abgeordnetengruppe mit Martin Bäumer (Wahlkreis Georgsmarienhütte), Bernd Bussmann (WK Papenburg), Christian Calderone (WK Bersenbrück), Christian Fühner (WK Lingen), Bernd-Carsten Hiebing (WK Meppen), Reinhold Hilbers (WK Grafschaft Bentheim), Gerda Hövel (WK Melle), Burkhard Jasper (WK Osnabrück-West), Clemens Lammerskitten (WK Bramsche) und Anette Meyer zu Strohen (WK Osnabrück-Ost) sprachen sich einstimmig dafür aus, sich künftig von dem Quakenbrücker vertreten zu lassen.

Er ist damit Nachfolger von Heinz Rolfes aus Lingen, der nicht erneut für den Landtag kandidiert hatte. „Die Wahl ist ein sehr großer Vertrauensbeweis, für den ich mich recht herzlich bei meinen Kolleginnen und Kollegen bedanke“, freute sich Calderone nach der Wahl. Mit den zehn Personen bilden die Politiker neben der Hannoveraner Gruppe die stärkste CDU-Abgeordnetenvertretung. „Westniedersachsen ist gut im Land und in der Fraktion vertreten“, so Calderone und erklärt weiter. „Ich werde die Interessen unseres Raumes nach Hannover tragen. Dazu ist ein enger Schulterschluss aller Landtagsabgeordneten aus der Region Osnabrück, Emsland und Grafschaft-Bentheim erforderlich, dazu will ich gern beitragen.“

Auch weiterhin bleibt Calderone, der seit 2013 und damit erst in der zweiten Periode dem Niedersächsischen Landtag angehört, Mitglied in der „Oldenburger Gruppe“, in der die Landtagsabgeordneten der CDU aus dem Landesverband Oldenburg zusammengeschlossen sind. Mit Damme und Neuenkirchen-Vörden vertritt Calderone auch zwei Kommunen aus dem Landkreis Vechta und damit aus dem alten Land Oldenburg in Hannover.

Nur wenige Bauern ziehen ins Leineschloss

Hannover I LAND & Forst vom 18. Oktober 2017

Wer wird nach der Landtagswahl im renovierten Niedersächsischen Landtag Platz nehmen? Und wer hat unter den Abgeordneten überhaupt noch „Stallgeruch“, um die agrarpolitischen Belange der Landwirte zu vertreten? Die bisherige Besetzung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung und ein Blick in die Biografien der neuen Abgeordneten lässt Schlüsse auf die künftige agrarpolitische Vertretung zu.

Bisher leitete Landwirt Hermann Grupe (FDP) das Gremium. Er zog für Holzminden erneut mit 9,6 Prozent in den Landtag ein. Sein ehemaliger Vize Hans-Joachim Janßen (Grüne) hat es im Wahlkreis Cloppenburg-Nord allerdings nicht geschafft. Der agrarpolitischer Fraktionssprecher war auch über die Landesliste nicht ausreichend abgesichert.
Im selben Wahlkreis scheiterte ebenfalls das Ausschussmitglied Renate Geuter (SPD), obwohl sie ihr Ergebnis um 2,9 Prozent auf 29,4 Prozent gesteigert hatte. Dabei fällt eine Besonderheit bei den Sozialdemokraten auf: Da alle 55 Sitze per Direktmandat geholt wurden, zog die Landesliste nicht. Dem erstaunlichen Erfolg der SPD fiel unter anderem auch der Fraktions-Geschäftsführer Grant-Hendrik Tonne (Nienburg/Schaumburg) zum Opfer.

Dr. Hans-Joachim Deneke-Jörens (CDU) ist als Ausschussmitglied ausgeschieden. Er verlor mit 36,1 Prozent das Direktmandat in Lehrte an die SPD und schaffte ebensowenig über die Landesliste den Einzug in das Parlament. Heiner Ehlen, Ingrid Klopp und Otto Deppmeyer (alle CDU), die ebenfalls feste Größen im Agrarausschuss waren, sind zur Wahl gar nicht mehr angetreten und scheiden aus dem Landtag aus.

Aus der „alten Ausschusstruppe“ bleiben damit in der neuen Legislaturperiode noch Christian Calderone (CDU), Frank Oesterhelweg (CDU), Helmut Dammann-Tamke (CDU), Wiard Siebels (SPD), Ulf Prange (SPD), Karl-Heinz Hausmann (SPD) und Miriam Staudte (Grüne).

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Nur neun Abgeordnete aus der Region Osnabrück im Landtag

Osnabrück I Neue Osnabrücker Zeitung vom 17. Oktober 2017

Nur noch neun statt bislang elf Abgeordnete werden unsere Region im neuen Landtag vertreten. Kein Vertreter der kleineren Parteien hat in Stadt und Landkreis Osnabrück ein Landtagsmandat errungen. Damit wird eine Große Osnabrücker Koalition die Interessen der Region im Leineschloss vertreten.

Als letzter Vertreter der schwarz-roten Fahrgemeinschaft hatte der Wallenhorster Christdemokrat Clemens Lammerskitten über Platz 26 der CDU-Landesliste ein Landtagsmandat errungen, wie die Landeswahlleiterin Ulrike Sachs am Sonntag um 23.40 Uhr bekannt gab. Zuvor hatte es in den Hochrechnungen noch so ausgesehen, dass neben Martin Bäumer, Christian Calderone und Gerda Hövel, die die CDU-Direktmandate holten, nur Burkhard Jasper über Listenplatz 11 und Anette Meyer zu Strohen über Listenplatz 19 in den Landtag einziehen würden. Da die SPD der CDU bei der Landtagswahl aber insgesamt mehr als 20 Direktmandate abgenommen hatte, zogen alle 55 SPD-Abgeordneten über die Erststimme ins Parlament ein. Bei der CDU holten landesweit hingegen nur 32 Kandidaten ein Direktmandat, sodass die CDU-Landesliste zur Freude von Lammerskitten sogar bis Platz 26 greifen konnte.

Der CDU-Kreisparteichef Christian Calderone betonte, dass das CDU-Ergebnis mit 41,8 Prozent etwa dem Ergebnis der vergangenen Landtagswahl (42,0 Prozent) entsprach: „Im Gegensatz zum Landestrend konnten wir unser Zweitstimmenergebnis trotz eines schwierigen Umfelds halten. Die SPD hat im Landkreis hingegen weniger dazugewonnen als im Landesschnitt.“ Während die SPD landesweit um 4,3 Prozentpunkte (von 32,6 auf 36,9 Prozent) zulegte, steigerte sich die SPD im Landkreis um 3,1 Prozentpunkte (von 29,2 auf 32,3 Prozent). Er freute sich, dass wieder sechs CDU-Kandidaten aus Stadt und Landkreis Mandate holten und zehn von 50 CDU-Abgeordneten im Landtag aus dem Bezirk Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim stammen. Ein Wermutstropfen war, dass mit Guido Pott erstmals ein Sozialdemokrat einem Christdemokraten im Landkreis das Direktmandat abjagen konnte. „Das war schon bemerkenswert“, kommentierte Calderone und fügte hinzu: „Wir haben verstanden und werden dieses Ergebnis mit den Ortsverbänden besprechen und entsprechend aufarbeiten.“

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So wählten die Samtgemeinden

Altkreis Bersenbrück I Bersenbrücker Kreisblatt vom 16. Oktober 2017

Wie haben sich die Parteien und Landtagskandidaten in den Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen geschlagen? Gab es Besonderheiten? Oder ist alles beim Alten geblieben? Hier ein Überblick.

Bleibt in Hannover: Christian Calderone (links) verteidigte im Wahlkreis Bersenbrück sein Direktmandat für den Niedersächsischen Landtag.

Bleibt in Hannover: Christian Calderone (links) verteidigte im Wahlkreis Bersenbrück sein Direktmandat für den Niedersächsischen Landtag.

Mit 41,5 Prozent der Erststimmen in der Samtgemeinde Artland hat CDU-Kandidat Christian Calderone zwar sein schwächstes Ergebnis im Wahlkreis Bersenbrück erzielt, konnte aber sein Ergebnis gegenüber der Wahl von 2013 verbessern: Damals votierten lediglich 40,2 Prozent der Artländer für den Mann aus Quakenbrück. Auch bei den Zweitstimmen haben die Christdemokraten im Vergleich zur vorherigen Landtagswahl leicht zugelegt von 34,6 auf 35,2 Prozent. Die Sozialdemokraten als stärkste Partei im Artland haben bei den Zweitstimmen ebenfalls dazugewonnen: Erhielten sie 2013 noch 35,9 Prozent, sind es diesmal 38,2 Prozent. SPD-Kandidat Matthias Wübbel konnte das Ergebnis seines Vorgängers Claus Peter Poppe allerdings nicht halten: Der heutige Samtgemeindebürgermeister erhielt vor vier Jahren 45,1 Prozent der Erststimmen, Wübbel überzeugte 37 Prozent der Wähler aus dem Artland. Sowohl die FDP als auch die Grünen haben bei den Zweitstimmen Wählervertrauen eingebüßt: Die FDP sinkt von 11,8 auf 8,9 Prozent, die Grünen von 11,6 auf 7,5 Prozent. Die AfD kommt auf 5,1 Prozent der Zweitstimmen in der Samtgemeinde, bei den Erststimmen auf 4,95 Prozent. Die Wahlbeteiligung im Artland lag bei 57,1 Prozent.

Neun Abgeordnete aus der Region Osnabrück im Landtag

Osnabrück I osradio vom 16. Oktober 2017

Neun Abgeordnete aus Stadt und Landkreis Osnabrück haben den Einzug in den Landtag geschafft. Aus dem Landkreis werden für die CDU Gerda Hövel, Martin Bäumer und Christian Calderone im Landtag sitzen. Sie gewannen in ihren Wahlkreisen die Direktmandate. Clemens Lammerskitten zieht ganz knapp über die CDU-Landesliste ein. Er hatte den Wahlkreis Bramsche an SPD-Mann Guido Pott verloren. Ebenfalls über die Landesliste für die CDU ziehen Anette Meyer zu Strohen und Burkhard Jasper in den neuen Landtag ein – sie verloren in der Stadt Osnabrück gegen die SPD-Kandidaten Frank Henning und Landesinnenminister Boris Pistorius.

1700 Osnabrücker CDU-Anhänger umjubeln Merkel

Osnabrück I Neue Osnabrücker Zeitung vom 14. Oktober 2017

Wahlkampffinale der regionalen CDU: Kanzlerin Angela Merkel und Spitzenkandidat Bernd Althusmann sind am Freitagabend von 1700 Anhängern in der Osnabrückhalle bejubelt worden.

Angel Merkel bei ihrer Ankunft in der Osnabrückhalle.

Angel Merkel bei ihrer Ankunft in der Osnabrückhalle.

Der Einzug der Kanzlerin in die ausverkaufte Osnabrückhalle glich einem Triumphzug. Die Besucher, in Stimmung gebracht von der Wahlkampfband „Victory 17“ mit Schlagern von Helene Fischer, Wencke Myrhe oder Andrea Berg, klatschten Angela Merkel und Bernd Althusmann rhythmisch zur Bühne, begleitet vom Wahlkampfsong „Wir haben was Großes vor“ von Jeffrey Söderblom.

Warum Osnabrück, Frau Merkel? „Osnabrück ist eine schöne Stadt. Im Bundestagswahlkampf war ich in Lingen, jetzt ist Osnabrück dran“, antwortete die Kanzlerin auf die Eingangsfrage des Moderators. Die Kanzlerin, die andernorts schon gegen wütende Schreihälse anreden musste, wird der euphorische Applaus das Herz gewärmt haben.

„Der Sonntag ist Ihr Tag“, sprach Merkel zu Beginn ihrer Rede die Zuhörer direkt an. Es sei der Tag der Entscheidung über die „Zukunft unserer Kinder“. Dabei malte sie das Szenario einer rot-rot-grünen Regierung an die Wand. Merkel warf Ministerpräsident Weil (SPD) vor, der Frage, wie er es mit den Linken halte, auszuweichen. „Es ist ja in Mode gekommen, nach Entweder-oder zu fragen, ja oder nein, Abendessen mit Trump oder Putin. Eine klare Antwort hätte ich beim Fernsehduell zur Koalitionsfrage mit den Linken erwartet“, sagte Merkel, ohne jemals den Namen Weil zu nennen. „Wenn er nicht nein sagt, heißt das eben ja“, so die Schlussfolgerung der Kanzlerin.

Merkel streifte durch alle Politikfelder, beklagte, dass Niedersachsen „hoffnungslos“ beim Breitbandausbau zurückhänge, die rot-grüne Regierung den Landwirten das Leben schwer mache, die Polizisten technisch unzureichend ausstatte – ehe sie am Ende ihrer zwanzigminütigen Rede sehr persönlich für Althusmann als neuen „sturmfesten und erdverwachsenen“ Ministerpräsidenten warb.

Zuvor hatte der Althusmann leidenschaftlich für einen Wechsel in Niedersachsen gekämpft. Trotz des schlechten Ergebnisses bei der Bundestageswahl gebe es keinen Anlass, in Sack und Asche zu gehen, sagte Althusmann. Deutschland gehe es gut dank einer „sehr erfolgreichen Politik der CDU, der einzigen verbliebenen Volkspartei in Deutschland“. Althusmann verteidigte die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin und sprach sich für ein qualifiziertes Zuwanderungsgesetz aus, das zwischen Asyl und wirtschaftlicher Zuwanderung trennt.

Auch der Spitzenkandidat warnte vor einer rot-rot-grünen Mehrheit, die die bisherige „Blockade-Politik“ unter dem Einfluss der Linken auf die Spitze treiben werde. „Dieses Land hat eine solche Regierung nicht verdient.“ Der frühere Kompaniechef warnte weiter: vor „Inklusion mit der Brechstange“, vor wachsendem Islamismus in Niedersachsen, vor Gängelung der Wirtschaft. Er argumentierte für 3000 zusätzliche Polizisten, für „konsequentes und hartes Durchgreifen“ gegen islamistische Gefährder, für den Ausbau der Infrastruktur, für Gemeinsinn und Zusammenhalt. Althusmann kritisierte scharf die VW-Politik der Landesregierung, die ihrer Aufsichtspflicht im Aufsichtsrat nicht nachgekommen sei.

„Lassen Sie sich nicht Bange machen von den Umfragen. In den letzten Stunden entscheidet sich die Wahl“, mahnte Althusmann seine Anhänger und forderte sie auf, auszuschwärmen und dafür zu sorgen, „dass wir am Sonntagabend mit einem leichten Lächeln auf den Lippen sagen können: Die Union ist stärkste Kraft im Lande“.

Zuvor hatten die Landtagskandidaten der Region den Optimismus zusätzlich befeuert. Der Haustürwahlkampf sei „sehr ermutigend“ gewesen, sagte Burkhard Jasper. Christian Calderone, Kandidat im Wahlkreis Bersenbrück, schilderte seine Wahrnehmung, „dass die Umfrageergebnisse nicht zu dem passen, was uns die Menschen sagen“. Jede Kandidatin, jeder Kandidat nutzte das große Forum in der Osnabrückhalle, um jeweils einen Schwerpunkt darzustellen: Breitbandausbau, Bildungspolitik, Pflege, ärztliche Versorgung auf dem Lande, Kriminalitätsbekämpfung und eine Landwirtschaftspolitik, die den Bauern eine Zukunft lässt.

Stippvisite beim Kolping-Betrieb

Fürstenau I Pressemitteilung des Kolping-Diözesanverbandes vom 13. Oktober 2017

MdL Christian Calderone und Vertreter der regionalen CDU unternahmen eine Stippvisite  in die Kolping-Werkstatt in Fürstenau. Interessiert zeigte sich der Landtagsabgeordnete, der auch Kreistagsabgeordneter im Osnabrücker Kreistag ist, über die Zusammenarbeit mit dem Jobcenter der Kreisverwaltung Osnabrück.

Besuch bei der Kolping-Werkstatt in Fürstenau.

Besuch bei der Kolping-Werkstatt in Fürstenau.

Die Vorstandsmitglieder des Kolping Bildungswerkes Wilfried Ripperda und Markus Kleinkauertz erläuterten die sehr gute Zusammenarbeit im Integrationsbereich mit dem Fallmanagement des Jobcenters. Leider seien die gesetzlichen Rahmenbedingungen verbesserungsbedürftig stellen die Vorstandsmitglieder fest. So seien die Laufzeiten der Eingliederungsmaßnahmen wie z.B. Arbeitsgelegenheiten oder „1-Euro-Jobs“ zu kurz. Weiterhin wäre es sinnvoller, wenn das Entgelt für die geleistete Arbeit von Einrichtungen ausgezahlt wird – wie das z.B. bei den Maßnahmen „Arbeit statt Sozialhilfe“ organisiert war. Dadurch entstände eine Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung – so wie es auf dem ersten Arbeitsmarkt üblich ist. „Ein solches Verhältnis dient dem Integrationsprozess“, stellt Betriebsleiter Freddy Schulte fest.

Kolpingvertreter sprachen sich für einen regulierten „Zweiten Arbeitsmarkt“ aus: „Es ist absolutes Wunschdenken zu glauben, dass man die bundesweit rund 700.000 langzeitarbeitslosen Menschen in den regulären Arbeitsmarkt vermitteln kann.“ Die kommunalen CDU-Vertreter teilten diese Auffassung: „Gerade in der kommunalen Grünpflege oder in der Hilfe für Senioren, um in den eigenen Vier-Wänden wohnen zu bleiben, gibt es für den „Zweiten Arbeitsmarkt“ eine Menge Aufgaben.“ Alle Anwesenden stellten fest, dass der geregelte Arbeitsalltag gerade für Familien ein wichtiger Baustein für ein geordnetes Leben ist.