Christian Calderone

Für Sie im Landtag!


CDU/FDP/CDW-Gruppe besucht IGS Fürstenau

Fürstenau I Bersenbrücker Kreisblatt vom 15. Juni 2019

Auf Einladung der Kreistagsabgeordneten Jörg Brüwer und Frederik Gohmann besuchte die CDU-Kreistagsfraktion Osnabrück mit den Kollegen von FDP und CDW die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Fürstenau.

Die Mitglieder der CDU/FDP/CDW-Gruppe haben die IGS Fürstenau besucht, um sich einen eigenen Eindruck über deren Zustand zu verschaffen.

Die Mitglieder der CDU/FDP/CDW-Gruppe haben die IGS Fürstenau besucht, um sich einen eigenen Eindruck über deren Zustand zu verschaffen.

Schulleiter Jürgen Sander begrüßte die Gruppe und stellte die Schule vor. Die fast 50 Jahre alte Schule beschult fast 1400 Schüler. Die Schule sei momentan die einzige Schule im Landkreis Osnabrück, die regulär sowohl Sek I- als auch Sek II-Abschlüsse prüfe, heißt es in der Pressemitteilung der Gruppe. Natürlich durfte auch ein Hinweis auf das Alleinstellungsmerkmal, Voltigieren im Abitur abnehmen zu dürfen, nicht fehlen. Deutlich wurde, dass insbesondere die Pädagogik ein Argument für den Besuch der IGS Fürstenau ist.

Anders sieht es bei der baulichen Situation aus. Die Abgeordneten konnten sich hier ein Bild von dem über die Jahre angestauten Investitionsbedarf machen. Insbesondere die Situation im 5. und 6. Jahrgang sei nicht mehr zufriedenstellend und es bestehe Handlungsbedarf. Problem dabei: Träger der Integrierten Gesamtschule ist die Samtgemeinde Fürstenau. Diese könne alleine die finanzielle Last der Unterhaltung und des Investitionsbedarfs nicht stemmen und sei stets auf die Unterstützung des Landkreises angewiesen, heißt es weiter. „Die IGS Fürstenau ist immer in einer Sondersituation gewesen. Wir müssen hier Klarheit schaffen“, wird der Fraktionsvorsitzende Martin Bäumer zitiert. Originärer Träger des Sekundarbereichs II sei der Landkreis. In der Vergangenheit habe es hier viele Gespräche über eine Übertragung der Trägerschaft von der Samtgemeinde auf den Landkreis gegeben. Eine abschließende Entscheidung sei noch nicht gefallen, solle jetzt aber zeitnah erfolgen. Dadurch seien die notwendigen Sanierungen allerdings immer wieder verzögert worden.

„Wir werden diese Schule unterstützen. Aus Fürstenauer Sicht wäre eine Übernahme durch den Landkreis das Beste. In jedem Fall muss es aber einen fairen Ausgleich geben, der von Samtgemeinde und Landkreis getragen wird und der IGS zugute kommt“, so der Fürstenauer Kreistagsabgeordnete Frederik Gohmann. „Es ist immer wichtig, sich die Probleme vor Ort anzusehen“, waren sich Martin Bäumer und Jürgen Sander einig. Nur so schaffe man das Verständnis für das, worüber entschieden wird

Im Anschluss fand die Gruppensitzung der Kreistagsabgeordneten statt, auf der die nächste Kreistagssitzung vorbereitet wurde.

Keine Mehrheit im Stadtrat für Tempo 30 in Quakenbrück

Quakenbrück I Bersenbrücker Kreisblatt vom 14. Juni 2018

Tempo 30 auf dem innerstädtischen Ring in Quakenbrück wird es vorerst nicht geben. Die SPD-Fraktion unterlag mit ihrem Antrag im Stadtrat. Allerdings: Zusammen mit der CDU stimmte sie dafür, dass die Verwaltung bis zum Spätsommer eine Verkehrszählung vornimmt.

Die SPD-Fraktion hat sich mit zwei ihrer drei Anträge zu ihrem Verkehrskonzept im Stadtrat durchgesetzt. Doch bevor Fraktionschef Thomas Fisse die Anträge nochmals erläutern und das Gremium schließlich abstimmen konnte, unterbrach Bürgermeister Matthias Brüggemann die gut vierstündige Sitzung für eine gute Viertelstunde: Die Pause hatte die CDU beantragt, in der es offenkundig noch Abstimmungsbedarf gab.

Und darum ging es: Die Sozialdemokraten forderten, das in dem im Juni 2017 verabschiedeten Verkehrsentwicklungskonzept vorgesehene Lenkungskonzept für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen sofort umzusetzen. Das Verbot dürfe nicht nur in einzelnen Straßenabschnitten gelten, was einer „strategielosen Verkehrsentwicklung Vorschub leistet“ und einer „Gefälligkeitspolitik“ gleichkomme, sagte Fisse. Außerdem forderte die SPD, die Verkehrsführung für Radfahrer im Stadtgebiet zu verbessern und damit für mehr Sicherheit zu sorgen. Der Verkehrsentwicklungsplan sehe dazu eine Reihe von Vorhaben vor. „Die Umsetzung geht uns nicht schnell genug“, argumentierte Thomas Fisse.

„Diese Klamotten haben wir doch längst beschlossen“, stellte CDU-Fraktionschef Christian Calderone fest und verwies ebenfalls auf das Verkehrsentwicklungskonzept. Einige Vorhaben seien bereits Bestandteil des Haushaltsplanes und damit mit Geld hinterlegt, wie die Schaffung einer Fahrradstraße zwischen Fußgängertunnel, Schwarzer Weg, Schiphorst und Kleiner Mühlenstraße. „Das muss nun rasch umgesetzt werden“, signalisierte er die Zustimmung seiner Fraktion.

Eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h auf dem inneren Ring zwischen Kreisverkehr Bremer Straße und Kreisverkehr Badberger Straße – gemeint sind damit St.-Annen-Straße, Friedrich-Ebert-Straße, Wilhelmstraße, Bahnhofstraße, St.-Antoni-Ort und Badberger Straße – lehnte die CDU jedoch ab. Diese Straßen besäßen eine besondere Bedeutung für den Stadtverkehr. „Hier halten wir an Tempo 50 fest“, so Calderone. Bei der Abstimmung unterlag die SPD mit ihrem Antrag, stimmte aber dann einem von der CDU vorgelegten Vorschlag zu. Damit wurde die Stadtverwaltung beauftragt, bis zur nächsten Sitzungsrunde im Spätsommer die Ergebnisse einer Verkehrszählung auf dem inneren Ring vorzulegen. Das bedeutet, dass der Stadtrat Tempo 30 dann noch einmal diskutieren dürfte – Ausgang ungewiss.

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Feiertagsstreit: 14 Abgeordnete für Buß- und Bettag

Hannover I Neue Osnabrücker Zeitung vom 14. Juni 2018

Der Widerstand gegen die Einführung des Reformationstags als neuen Feiertag für Niedersachsen hält an: Mehrere Abgeordnete wollen stattdessen kommende Woche für den Buß- und Bettag stimmen.

Bei der Landtagsabstimmung zu einem neuen Feiertag in der kommenden Woche wird es neben dem Vorschlag der rot-schwarzen Landesregierung mindestens zwei Alternativen geben: Nach Informationen unserer Redaktion fordert eine Gruppe von 14 Abgeordneten, den Buß- und Bettag im November als neuen Feiertag zu wählen.

Damit haben die Abgeordneten bei der Landtagssitzung in der kommenden Woche mindestens drei Varianten zur Auswahl: Die Landesregierung favorisiert den Reformationstag am 31. Oktober, die Grünen schlagen sowohl den Frauen- als auch den Europatag (8. März und 9. Mai) vor.

Eine Mehrheit für den Reformationstag gilt trotz des Widerstands als sicher. Immerhin hatten sich sowohl Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) als auch Vize-Ministerpräsident Bernd Althusmann (CDU) für den 31. Oktober stark gemacht. Bei den Befürwortern des Buß- und Bettags handelt es sich um 13 CDU- und einen SPD-Parlamentarier. Der Initiative des CDU-Manns Christian Calderone (Quakenbrück) haben sich aus seiner Fraktion Frank Oesterhelweg, Martin Bäumer, Bernd Busemann, Anette Meyer zu Strohen, Christoph Eilers, Karl-Heinz Bley, Gerda Hövel, Christoph Plett, Clemens Lammerskitten, Veronika Koch, Oliver Schatta und Burkhard Jasper sowie der Hildesheimer SPD-Mann Markus Brinkmann angeschlossen. Insbesondere bei der CDU-Fraktion sind viele unglücklich mit der Art und Weise, wie das Gesetzesvorhaben von der Landesregierung eingestielt wurde.

Der Buß- und Bettag ist wie der Reformationstag ein evangelischer Feiertag. Allerdings lehnen katholische Kirche und jüdische Gemeinden den Reformationstag strikt ab. Mit dem Buß- und Bettag können sie demnach besser leben.

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Für Tempo 30 und Lkw-Tabu auf Quakenbrücker Wilhelmstraße

Quakenbrück I Bersenbrücker Kreisblatt vom 13. Juni 2018

Die Grünen haben sich mit ihren verkehrstechnischen Sofortmaßnahmen auf der Wilhelmstraße teilweise durchgesetzt. Eine Mehrheit im Quakenbrücker Stadtrat stimmte für eine Ausdehnung von Tempo 30 und ein Durchfahrtsverbot für Lkw über 7,5 Tonnen.

Das Wort Verkehr war eines der am meisten gebrauchten in der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Kein Wunder, denn auf der Tagesordnung der letzten Sitzung vor der Sommerpause beschäftigten sich gleich sechs Punkte mit der Verkehrssituation in der Burgmannstadt. Im Mittelpunkt stand erneut die Verkehrsbelastung auf der Wilhelmstraße, die für Grünen-Fraktionschef Andreas Henemann „eine unendliche Geschichte ist“. Ausführlich schilderte er nochmals die Unzufriedenheit der Anwohner seit dem Ausbau der Straße vor zwei Jahren. Wohn- und Lebensqualität der Anlieger hätten gelitten, weil auf der Straße deutlich schneller gefahren werde als 30 km/h. Außerdem bestehe ein Gefahrenpotenzial, weil die Radfahrer, die auf einem von der Fahrbahn abmarkierten Schutzstreifen fahren müssten, aus Gründen der Sicherheit lieber den Gehweg bevorzugten – und damit Fußgänger in Gefahr brächten. „Das alles gäbe es nicht, wenn Rad- und Gehweg durch einen Pflanzstreifen von der Straße abgetrennt worden wären“, so Henemann. Diesen Vorschlag hatte der Stadtrat vor dem Ausbau abgelehnt.

Der Fraktionschef forderte verkehrstechnische Sofortmaßnahmen, um die Durchfahrtsgeschwindigkeit in der Wilhelmstraße dauerhaft zu reduzieren und die Sicherheit für Radler und Fußgänger zu erhöhen: Tempo 30 zwischen Kreisverkehr und Hasestraße, eine Entschärfung der Ecke Wilhelmstraße/Schiphorst durch die Einführung „Rechts vor links“, zwei Geschwindigkeitsmesstafeln, um Autofahrer zu erinnern, eine Verlängerung des Schutzstreifens für Radfahrer so nah wie möglich an den Kreisverkehr und ein Durchfahrtsverbot von Lastwagen über 7,5 Tonnen, wobei der Anliegerverkehr aber möglich bleiben sollte. „Das sind wir den Anliegern schuldig.“

Die Meinung dazu fiel in den übrigen Ratsfraktionen unterschiedlich aus: Thomas Fisse (SPD) hielt ein Durchfahrtsverbot für Lkw über 7,5 Tonnen für überzogen, wollte eine Verkehrlenkung lieber mit Gebotsschildern erreichen. „Tempo 30 tragen wir mit“, signalisierte der Fraktionsvorsitzende. Für Christian Calderone (CDU) waren die Grünen-Forderungen „alter Wein in neuen Schläuchen“. Vieles sei bereits im beschlossenen Verkehrsentwicklungsplan vorhanden, allerdings noch nicht umgesetzt. „Das könnte durchaus schneller geschehen“, merkte er an. Lkw-Verbot und verlängerter Schutzstreifen hielt er für richtig, eine Geschwindigkeitsmesstafel dagegen für ausreichend. Das hatte auch Thomas Fisse so gesehen mit dem Hinweis, „dass es noch genügend andere Straßen gibt“. Nur die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h auf der Wilhelmstraße lehne die CDU ab, kündigte Calderone an. Manfred Neebuhr (FDP) hielt Tempo 30 für richtig, ein Verbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen aber für falsch.

Die unterschiedlichen Auffassungen in der Sache spiegelten sich auch bei den Einzelabstimmungen wider: Tempo 30 setzen SPD, Grüne und FDP mit 14 Stimmen gegen die CDU (11 Stimmen) durch. Eine Mehrheit aus CDU und Grünen (14 Stimmen) sprach sich für das geforderte Lkw-Durchfahrtsverbot aus. Die Regelung „Rechts vor links“ an der Ecke Schiphorst/Wilhelmstraße lehnten CDU, SPD und FDP ab. Eine deutliche Mehrheit hatte nichts gegen eine Verlängerung des Schutzstreifens für Radler einzuwenden.

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Erhöhung der Besteuerungsgrenze geplant

Quakenbrück I Pressemitteilung vom 12. Juni 2018

Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Calderone mitteilt, könnte die steuerliche Freigrenze für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb von gemeinnützigen Vereinen ohne Gewinnerzielungsabsicht demnächst deutlich erhöht werden – von aktuell 35.000 Euro auf 45.000 Euro. Damit würden zahlreiche Ehrenamtliche auch in Calderones Wahlkreis von aufwändiger Verwaltungsarbeit entlastet. Einer entsprechenden Bundesratsinitiative hat sich das Land Niedersachsen nun angeschlossen.

„Ehrenamtliches Engagement ist eine tragende Säule in unserer Gesellschaft. Wir wollen, dass ehrenamtlich Tätige mehr Zeit für die eigentliche Vereinsarbeit haben und nicht durch steuerrechtliche Verpflichtungen belastet werden. Die Erhöhung der Freigrenze wäre insbesondere für die vielen kleinen Vereine in der hiesigen Region eine gute Nachricht. Am Ende profitiert die gesamte Gesellschaft von einer solchen Maßnahme“, sagt der Landtagsabgeordnete.

Der Bundesrat wird in seiner Juli-Sitzung erstmals über die Länderinitiative beraten. Anschließend muss sich der Bundestag mit dem Antrag befassen. „Ich bin optimistisch, dass wir das im kommenden Jahr hinbekommen“, so Calderone.

„Gemeinsam mehr erreichen!“

Bersenbrück I Pressemitteilung des CDU-Kreisverbandes Osnabrück-Land vom 11. Juni 2018

„Gemeinsam mehr erreichen“ – unter diese Überschrift stellten die Mitglieder aus den CDU-Verbänden in der Samtgemeinde Bersenbrück in einer Versammlung die Neugründung des CDU – Samtgemeindeverbandes Bersenbrück.

Neuer Verband, neuer Vorstand: Zusammen mit CDU-Generalsekretär Kai Seefried, CDU-Kreisvorsitzendem Christian Calderone und der stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Maren von der Heide aus Ankum stellte sich der neue Vorstand des neuen Samtgemeindeverbandes dem Fotografen.

Neuer Verband, neuer Vorstand: Zusammen mit CDU-Generalsekretär Kai Seefried, CDU-Kreisvorsitzendem Christian Calderone und der stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Maren von der Heide aus Ankum stellte sich der neue Vorstand des neuen Samtgemeindeverbandes dem Fotografen.

Nach Aussage des CDU-Kreisvorsitzenden Christian Calderone solle der Dachverband nicht die Arbeit in den Ortsverbänden Alfhausen, Ankum/Eggermühlen/Kettenkamp, Bersenbrück/Gehrde und Rieste ersetzen, sondern einer besseren Abstimmung verbandsübergreifender Politikfelder dienen. Calderone erinnerte in diesem Zusammenhang an die Bildung übergeordneter Dachverbände der CDU in anderen Gebietskörperschaften, bei der die einzelnen Gemeindeverbände ihre Selbständigkeit, die Finanzhoheit und die Mitgliederbetreuung als Aufgabe behielten, jedoch dort, wo ein gemeinsames Handeln auf Samtgemeindeebene erforderlich sei auch koordinierend stärker wirken könne. Diese Strukturen sollen auch in den CDU-Verbänden der Samtgemeinde Bersenbrück bei Themen und Sachfragen greifen, bei denen eine bessere Kooperation unerläßlich sei: „Gemeinsam können wir immer mehr erreichen“.

Die Gründung eines neuen CDU-Verbandes – sicher alles andere als ein alltägliches Geschehen. Deswegen war auch der Generalsekretär der CDU in Niedersachsen, Kai Seefried, nach Bersenbrück gereist – und zeigte den anwesenden Mitgliedern die Herausforderungen auf, denen sich die Parteien in einer heterogenen Gesellschaft mit abnehmender Wählerbindung stellen müssen. „Für die CDU kommt es dabei darauf an, als mit Abstand einzige Partei mit einem in Umfragen ermittelten aktuellen Stimmenanteil von mehr dreißig Prozent und damit als einzige Volkspartei ansprechbar und handlungsfähig zu sein! Wir wollen die Kümmerer-Partei für die Menschen bleiben.“ Seefried begrüßte deshalb den eingeschlagenen Weg der Gründung eines Dachverbandes über alle CDU-Verbände in der Samtgemeinde Bersenbrück: „Die CDU bleibt vor Ort und setzt sich gemeinsam für örtliche Anliegen ein!“ Dies sei eine gute Zielrichtung für den 53 CDU-Verband im Landkreis Osnabrück.

Dass das Ansinnen der verstärkten christdemokratischen Zusammenarbeit ganz im Sinne der anwesenden Mitglieder war, zeigten die nahezu einstimmigen Wahlergebnisse, die den Gehrder Axel Meyer zu Drehle zum ersten Vorsitzenden des neuen Dachverbandes bestimmten und Andreas Hettwer (Ankum), Philipp Rautenstrauch (Rieste) sowie Gerd Steinkamp (Alfhausen) zu dessen Stellvertreter wählten. Den Vorstand komplettieren die Beisitzer Theo Dückinghaus (Ankum), Franz Josef Fehrmann (Gehrde), Hartmut Göwert (Eggermühlen), Christoph Lüken (Kettenkamp), Uwe Schohaus (Rieste), Stefan Uphaus (Alfhausen) und Christian Wurst (Bersenbrück).

Auch LKW-Lenkungskonzept gefordert

Quakenbrück I Bersenbrücker Kreisblatt vom 09. Juni 2018

Die SPD in der Stadt Quakenbrück hat sich für ein umfassendes Verkehrskonzept ausgesprochen. Ihren Niederschlag findet diese Forderung in drei Anträgen. Es geht um Tempo 30 in der Innenstadt, um ein Lenkungskonzept für Lastwagen und um mehr Sicherheit für Radfahrer.

Bereits in der Mai-Sitzung des für Verkehrsangelegenheiten zuständigen Sozialausschusses der Stadt hatte SPD-Fraktionschef Thomas Fisse drei Anträge gestellt, die bei CDU und Bündnis 90/Die Grünen durchaus für Erstaunen und Zustimmung zugleich sorgten. Zuvor hatte Quakenbrücks SPD-Chef Bob Giddens per Pressemitteilung wissen lassen, „dass ein neues Verkehrskonzept nur funktionieren kann, wenn es eine Strategie auf Dauer gibt“. Seine Kritik richtete sich gegen „Teillösungen“, bei der der Lastwagenverkehr aus einzelnen Straßen ferngehalten oder Tempo 30 abschnittsweise eingerichtet werde. „Das ist keine Strategie, sondern Flickwerk und wird vom Bürger nicht akzeptiert“, schrieb Giddens. Nach seiner Meinung sollten alle Einwohner von einem Verkehrskonzept profitieren und „nicht ein paar privilegierte Anwohner“. Das rieche nach Gefälligkeitspolitik, und die sei nicht Sache der Sozialdemokraten.

Forderung 1: Die Stadt Quakenbrück solle sofort, ist dem Antrag der SPD-Fraktion zu entnehmen, das im Verkehrsentwicklungskonzept beschlossene Lenkungskonzept für Lastkraftwagen umsetzen. Ein Verbot nur in vereinzelten Straßenabschnitten „leistet einer strategielosen Verkehrsentwicklung Vorschub“. Gefordert sei eine für das ganze Stadtgebiet geltende Verkehrsführung für Lkw, die den Lärm reduzieren helfe und mehr Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer mit sich bringe. Fisse: „Alle Bürger in Quakenbrück sollen von dem Verkehrskonzept profitieren.“

Forderung 2: Auf dem „inneren Ring“ zwischen Kreisverkehr Bremer Straße und Kreisverkehr Badberger Straße – gemeint sind damit St.-Annen-Straße, Friedrich-Ebert-Straße, Wilhelmstraße, Bahnhofstraße, St. Antoniort und Badberger Straße – soll Tempo 30 als Durchfahrtsgeschwindigkeit gelten. Die Argumentation: Unterschiedliche Geschwindigkeiten und ständig wechselnde Verkehrssituationen führten zu einer Verunsicherung aller Verkehrsteilnehmer. Außerdem sei zu erwarten, dass die Angleichung der Geschwindigkeiten von Autofahrern und Radlern mehr Sicherheit bedeute, gleichzeitig die Unfallgefahren zurückgingen. „Reduzierter Lärmpegel und Erhöhung der Wohnqualität erreichen wir dann im gesamten innerstädtischen Bereich und nicht an ausgesuchter Stelle“, argumentierte Thomas Fisse.

Forderung 3: Um die Sicherheit für Fahrradfahrer weiter zu verbessern, müssten im Verkehrsentwicklungskonzept formulierte Vorhaben „schnellstmöglich umgesetzt werden“. Dazu gehören nach Ansicht der SPD-Fraktion weitere Schutzstreifen für Radler auf den Fahrbahnen, Fahrradübergänge mit markierten Furten, einheitliche Regelungen für Radfahrer an Kreisverkehren, eine bessere Verbindung zwischen Alt- und Neustadt, eine ebenerdige Bahnquerung und die Gestaltung der Straßen Schiphorst und Kleine Mühlenstraße als Fahrradstraße.

 Für Bob Giddens sind diese Vorschläge eine gute Grundlage, um Quakenbrück als „Radstadt des Nordens“ weiterzuentwickeln. Das sei auch eine Bestätigung dieses Ziels, „die dringend nötig ist“. Der SPD-Vorsitzende wiederholte seine Forderung nach einer „konzeptgetriebenen Verkehrspolitik, die logisch und nachvollziehbar“ sei: „Wo jedes Kind sich sicher im Straßenverkehr fühlt, wo Eltern keine Angst haben müssen, ihre Kinder mit dem Fahrrad zur Schule zu schicken.“ Vor allem aber werde das Radfahren auf diese Weise „schnell und effizient, das Auto ist nur ein Teil im Mobilitätsmix und nicht mehr der bestimmende Faktor“. Dass vor allem die Forderung nach Tempo 30 auf dem „inneren Ring“ eine 180-Grad-Wende für die SPD bedeute, gesteht Bob Giddens durchaus ein. „Eine moderne Partei ist durchaus in der Lage, sich zu entwickeln“, merkt er dazu an.

Im Ausschuss erhielt die SPD für ihre Anträge spontanen Applaus von den Zuhörern. Für die CDU-Fraktion signalisierte Christian Calderone Zustimmung zu Lkw-Lenkungskonzept und Fahrradleitplan. Tempo 30 auf dem City-Ring wollte er – wie die übrigen Parteien auch – noch in der Fraktion diskutieren.

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Vorstand der Meller CDU neu aufgestellt

Melle I Meller Kreisblatt vom 07. Juni 2018

Mit einem teils umbesetzten, teils neugewählten Vorstand geht die Meller CDU an den Start. Außerdem wurde beim Stadtparteitag ein Loblied gesungen sowie diverse Formalia abgehakt.

Mit stehenden Ovationen und rhythmischem Applaus wurde Gerda Hövel als Vorsitzende verabschiedet, hier vom Kreisvorsitzenden Christian Calderone (links) und ihrem Laudator Ernst-August Hoppenbrock.

Mit stehenden Ovationen und rhythmischem Applaus wurde Gerda Hövel als Vorsitzende verabschiedet, hier vom Kreisvorsitzenden Christian Calderone (links) und ihrem Laudator Ernst-August Hoppenbrock.

Als eine solche kann etwa das einstimmige Votum für die neue Satzung betrachtet werden, für deren Verabschiedung Malte Stakowski geworben hatte, der kurz darauf zum neuen Vorsitzenden gewählt werden sollte.

Zuvor war der CDU-Kreisvorsitzende Christian Calderone (und Landtagskollege Gerda Hövels) zum Wahlleiter bestimmt worden und der Ex-Landtagsabgeordnete Ernst-August Hoppenbrink hatte eine Laudatio auf Hövel gehalten, die nach zehn Jahren Vorsitz nicht wieder antrat. Ihren Sitz in Hannover und das Amt der Ortsbürgermeisterin wird sie allerdings weiter ausfüllen.

„Die macht einen brauchbaren Eindruck“, schilderte der Laudator seinen Eindruck, als er Gerda Hövel das erste Mal traf und auf Tauglichkeit abklopfte. Zuvor hatte er einen Tipp bekommen: „Politisch interessiert, hat nicht viel zu tun“, da lohne es sich vielleicht mal vorbeizufahren.

Mit der Konsequenz, dass Hövel Hoppenbrock in diversen Ämtern und Funktionen folgte: „Ich habe immer deinen heißen Atem im Nacken gespürt.“ Als Vorsitzende des Ortsverbandes Melle-Mitte, später des Stadtverbandes, schließlich im Landtag und dort auch im Wirtschaftsausschuss. „Nur das Präsidium habe ich nie geschafft“, räumte Hoppenbrock launig ein. Hövel schon.

Seit 2013 sitze sie im Landtag, dicke Bretter zu bohren habe sie indes schon in der Kommunalpolitik gelernt: „Gerda lässt nicht nach – Herr Bürgermeister, das kennen Sie ja schon“, wandte sich Hoppenbrock an Reinhard Scholz.

Christian Calderone hatte anschließend ebenfalls warme Worte für „die einzige Frau der CDU-Fraktion, die direkt gewählt wurde“ parat und leitete darüber hinaus die Wahl, die neben Malte Stakowski als neuem Vorsitzenden auch zwei neue Stellvertreter hervorbrachte: Mirco Bredenförder und Niklas Schulke. Christoph Heidenescher wurde wiedergewählt, Elisabeth Aryus-Böckmann wechselt vom Amt der Schatzmeisterin auf den Vize-Posten. Alle mit 60 von 60 Stimmen (eine ungültig), Aryus-Böckmann erhielt 59.

Es ging weitgehend mit sozialistischen Wahlergebnissen weiter. Neuer Schatzmeister wurde Lars Albertmelcher (61), Schriftführer Dieter Kintscher (57). Die Geschäftsführung bleibt bei Eugen Sternberg (60, eine Nein-Stimme), die Öffentlichkeitsarbeit obliegt Herla Wendelin-Feindt (61, vorher: Internetbeauftragte) und die neu geschaffene Stelle des Mitgliederbeauftragten bekleidet Rainer Vogt-Rohlf (61.)

Verabschiedet wurden Patrick Heyn und Ernst Kellner (beide Vize) sowie Schriftführerin Gesine Waltinger.

Aus zeitökonomischen Gründen waren umsichtigerweise diverse Grußworte auf die Auszählphasen gelegt worden. So sprach als Letzter Landrat Michael Lübbersmann, der ebenfalls Gutes zu Gerda Hövel zu sagen hatte („immer sehr interessiert an Themen“) und Malte Stakowski als „ausgesprochen klug, strategisch denkend und besonnen“ charakterisierte: „Sie haben eine kluge Entscheidung getroffen – ein Glücksfall für Melle.“

Allee in Quakenbrück nach Gudrun Kuhlmann benannt

Quakenbrück I Bersenbrücker Kreisblatt vom 07. Juni 2018

Hätte sie vor mehr als 40 Jahren keinen Widerspruch erhoben, gäbe es die idyllische Eichenallee zwischen Artland-Gymnasium Quakenbrück und Von-Steuben-Allee nicht mehr. Nun hat die Stadt Quakenbrück ein Teilstück der Straße nach Gudrun Kuhlmann benannt.

An der Pferdebrücke trafen sich Vertreter des Stadtrates und der Verwaltung mit Jürgen Gadeberg (Zweiter von rechts), der den Anstoß zur Umbenennung der Straße gegeben hatte; mit dabei (von links): Frank Wuller (stellvertretender Stadtdirektor), die Ratsmitglieder Ludger Greten, Marion Haidukiewitz, Christian Calderone, Claus Peter Poppe (Stadtdirektor) und Bürgermeister Matthias Brüggemann.

An der Pferdebrücke trafen sich Vertreter des Stadtrates und der Verwaltung mit Jürgen Gadeberg (Zweiter von rechts), der den Anstoß zur Umbenennung der Straße gegeben hatte; mit dabei (von links): Frank Wuller (stellvertretender Stadtdirektor), die Ratsmitglieder Ludger Greten, Marion Haidukiewitz, Christian Calderone, Claus Peter Poppe (Stadtdirektor) und Bürgermeister Matthias Brüggemann.

Jürgen Gadeberg war die Freude anzumerken. „Dieses Anliegen habe ich seit Jahren mit mir herumgetragen“, sagte der Quakenbrücker, als Vertreter aus Rat und Verwaltung sich an der Pferdebrücke über die Hase an der Von-Steuben-Allee einfanden. Ein gut 300 Meter langer Teil der Straße Am Deich, zwischen der Unterführung der Bundesstraße und besagter Pferdebrücke, heißt künftig Gudrun-Kuhlmann-Allee. Mit einem kleinen Festakt vollzogen sie nun das, was der Stadtrat im vergangenen Jahr einstimmig beschlossen hatte. Zu enthüllen gab es allerdings nichts, und das nagelneue Straßenschild mit weißer Schrift auf blauem Grund hatten die Mitarbeiter des Bauhofes bereits aufgestellt.

Bürgermeister Matthias Brüggemann erinnerte an die Namensgeberin Gudrun Kuhlmann (1924–2016), die sich viele Jahrzehnte lang in die Heimatforschung und Heimatpflege in der Stadt eingebracht habe. Die Ratsfrau habe sich als Vorsitzende des zuständigen Ausschusses dafür eingesetzt, Radwege rund um die Burgmannstadt zu kennzeichnen und bedeutende Häuser in der Stadt mit geschichtlichen Daten auf Hinweistafeln auszustatten. Auf ihre Initiative würden bis heute Bauherren in der Stadt mit der Denkmalschutzplakette ausgezeichnet, zählte Brüggemann die Verdienste Kuhlmanns auf. Nicht unerwähnt ließ er ihre Veröffentlichung „Das Artland und die Stadt Quakenbrück in ihrer historischen Entwicklung“.

Ihrem unermüdlichen Einsatz sei es außerdem zu verdanken, dass die nun nach ihr benannte Straße mit den Eichen in den 1970er- Jahren nicht der Säge zum Opfer gefallen sei. Hier sollte ursprünglich der Sand für den Bau der Umgehungsstraße gewonnen werden, so der Bürgermeister. Diesen Kampf um den Erhalt von Eichenallee und Straße hatte Jürgen Gadeberg noch lebhaft vor Augen. „Der Sandabbau an dieser Stelle war schon beschlossene Sache.“ Er gehörte damals dem Stadtrat an. „Gudrun Kuhlmann hat uns gefragt, ob wir überhaupt wüssten, was wir damit anrichten.“ Dieses „alternative Denken“ habe ihm imponiert, so Gadeberg.

Und tatsächlich: Der Stadtrat machte Gudrun Kuhlmanns Einwände zu seinen und verhinderte schließlich, dass die schmale Eichenallee aus dem Straßenverzeichnis verschwand. Es freue ihn, dass der früheren Ratsfrau posthum ein Denkmal gesetzt werde und dass es diesen Zugang zum Naherholungsgebiet am Schützenhof bis heute gebe. „Das habe ich schon vor 20 Jahren vergeblich angeregt“, sagte er. Zuletzt hatte der Quakenbrücker im April 2017 eine Umbenennung vorgeschlagen. „Das hat der Rat im Juni 2017 beschlossen und wird heute umgesetzt“, ergänzte Stadtdirektor Claus Peter Poppe. „Das ging ja rasant“, schmunzelte Jürgen Gadeberg.

32 Feuerwehren im Altkreis Bersenbrück zählen 1422 Mitglieder

Quakenbrück I Bersenbrücker Kreisblatt vom 04. Juni 2018

1422 Feuerwehrleute kümmern sich im Altkreis Bersenbrück um die Sicherheit der Einwohner. Laut Statistik rücken sie mindestens dreimal am Tag aus, löschen Brände, retten Menschen, beseitigen Unwetterschäden. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Rettungskräfte in den 32 Feuerwehren um fünf Prozent.

Die 32 Feuerwehren in den vier Samtgemeinden und in der Stadt Bramsche weisen eine „ansehnliche und in sich stabile Mitgliederzahl“ vor. Zu dieser Einschätzung kam Vorsitzender Manfred Buhr in der Verbandsversammlung des Feuerwehrverbandes Altkreis Bersenbrück. Die gute Nachricht: Nach einem kleinen Rückgang im Vorjahr stieg die Zahl der Retter um fünf Prozent. Die Zahl der weiblichen Mitglieder stagniere zurzeit etwas und liege bei etwa fünf Prozent. 2017 waren die Rettungskräfte insgesamt 1260-mal im Einsatz.

Stolz ist der Verbandschef auch auf den Nachwuchs. In den zehn Jugendfeuerwehren kümmerten sich Betreuer um 195 Jugendliche, acht Prozent davon seien weiblich. Nicht zu vergessen: die 200 Mitglieder in den Altersabteilungen. Als vorbildliches Projekt bezeichnete Manfred Buhr auch die Nachwuchsförderung in der Stadt Bramsche. Dort gebe es unter dem Motto „Feuerwehr trifft Schule“ eine Kooperation zwischen Integrierter Gesamtschule und Feuerwehr. Ein halbes Jahr lang erhalten Kinder des siebten und achten Jahrgangs als Ganzstagsangebot zweimal wöchentlich feuerwehrtechnisches Grundwissen vermittelt. „Ziel ist, dieses Projekt zu verlängern“, sagte er.

In seinem Bericht lobte der Verbandsvorsitzende die inzwischen erfolgte Novellierung des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes. Darin war nicht nur die Altersgrenze für aktive Feuerwehrleute von 63 auf 67 Jahre heraufgesetzt worden, das überarbeitete Gesetz sichert Feuerwehrkräfte auch bei Gesundheitsschäden im Dienst ab. Die Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Landkreis und Feuerwehr müsse trotz unterschiedlicher Auffassungen, Zwängen und gesetzlicher Vorgaben in der Sache vertrauensvoll sein und stets den Kompromiss am Ende einer Diskussion zum Ziel haben, „die Kommunikation dabei auf Augenhöhe erfolgen“. Die freiwilligen Feuerwehren haben nach Auffassung von Manfred Buhr eine Zukunft, daran mitzuarbeiten sei jedoch die Aufgabe aller in der Gesellschaft: der Familie, der Arbeitgeber, der Politik. Jeder Feuerwehr komme es nicht darauf an, wie groß sie sei und über welche Ausstattung sie verfüge. „Das Einzige, worauf es uns wirklich ankommt, ist, wie unser nächster Einsatz abläuft“, sagte Manfred Buhr.

Der Landkreis Osnabrück stehe weiter an der Seite der Feuerwehren, versicherte stellvertretender Landrat Werner Lager den 540 Anwesenden in der Artland Arena. „Wir sind auf das Ehrenamt angewiesen“, auch wenn der Feuerschutz eine Pflichtaufgabe der Kommunen sei. Für den CDU-Landtagsabgeordneten Christian Calderone sind die Feuerwehrkräfte „Leistungsträger im Ehrenamt“. An guten Rahmenbedingungen habe das Land Niedersachsen ein Interesse, das mit dem neuen Brandschutzgesetz seinen Beitrag dazu geleistet habe.

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