Christian Calderone

Für Sie im Landtag!


Kindergartenleitungen trugen berufliche Herausforderungen vor

Damme/Hannover I Pressemitteilung vom 13. Juni 2019

„Leitungen am Limit“ – unter diesem Motto trugen Kindergartenleiterinnen aus dem südlichen Landkreis Vechta am Rande des Landtagsplenums ihre Positionen Niedersachsens Kultusminister Grant-Hendrik Tonne vor.

Zu Gespräch im Niedersächsischen Landtag mit Kultusminister Grant Hendrik Tonne 4. von rechts) und den Kultuspolitischen Sprechern von SPD und CDU waren Kindergartenleitungen aus dem südlichen Landkreis Vechta auf Einladung von MdL Christian Calderone (rechts) nach Hannover gereist.

Zu Gespräch im Niedersächsischen Landtag mit Kultusminister Grant Hendrik Tonne 4. von rechts) und den Kultuspolitischen Sprechern von SPD und CDU waren Kindergartenleitungen aus dem südlichen Landkreis Vechta auf Einladung von MdL Christian Calderone (rechts) nach Hannover gereist.

Auf Vermittlung des örtlichen Landtagsabgeordneten Christian Calderone (CDU) konnten vier Kindergartenleiterinnen aus Damme, Neuenkirchen-Vörden und Holdorf ganz direkt mit Kultusminister Tonne die aktuellen Herausforderungen für Kindergartenleitungen kommunizieren. Dazu gehört nach den Worten von Heike Bornhorst, Anneliese Gr. Schlarmann, Doris Schmedes und Beate Enneking insbesondere, dass Aufgaben und Freistellung sich besonders in den letzten 15 Jahren ungleich entwickelt hätten: So sei die Leitungsfreistellung unverändert geblieben, während sich die Aufgaben deutlich vergrößert hätten. „Sprachförderrichtlinie, Ganztagsbetreuung, Krippenausbau, Integrationsgruppen, Fachkräftemangel, Präventionskonzepte oder Sonderöffnungszeiten sind nur einige der aktuellen täglichen Herausforderungen“, sagt Heike Bornhorst.

Damit, so Doris Schmedes, sind die Anforderungen stets gestiegen, die Freistellung der Leitungen hat damit jedoch nicht Schritt gehalten. „Damit unter dieser Schieflache am Ende nicht die Pädagogik leidet, ist – neben viele anderen Maßnahmen – auch eine Verbesserung der Leistungsfreistellung nötig“, ist sich Beate Enneking sicher. Deshalb bestehe die Forderung, Leitungen grundsätzlich und unabhängig von der Größe der Einrichtung komplett und eine Stellvertretung hälftig freizustellen.

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CDU-Fraktion unterstützt Erweiterung der Artland-Arena

Quakenbrück I Pressemitteilung der CDU-Stadtratsfraktion Quakenbrück vom 12. Juni 2019

Die geplante, weitgehend privatfinanzierte Erweiterung des Foyers und des Veranstaltungsraumes der Artland-Arena in Quakenbrück trifft auf Zustimmung der CDU-Stadtratsfraktion Quakenbrück. Wie der Finanzpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Hubert Schwertmann, betonte, wolle die Stadt das private Engagement durch bis zu 90.000 Euro unterstützen.

Die CDU-Stadtratsfraktion Quakenbrück ist für Erweiterung von Foyer und Veranstaltungsraum der Artland-Arena.

Die CDU-Stadtratsfraktion Quakenbrück ist für Erweiterung von Foyer und Veranstaltungsraum der Artland-Arena.

Nach den Worten Schwertmanns sei die Artland-Arena weiterhin ein Leuchtturm unter den modernen Veranstaltungsorten im Landkreis Osnabrück. „Dieser Anspruch kann auch dadurch weiter erfüllt werden, wenn moderne Standart vorgehalten werden.“ So habe sich in den letzten Jahren gezeigt, dass das Foyer „eher zu klein“ sei für große Veranstaltungen in der Arena. Durch eine Erweiterung könne hier der nötige Raum geschaffen werden. Auch die Erweiterung der über dem Foyer liegenden Veranstaltungsraumes biete neue Möglichkeiten in der Arena auch außerhalb des Basketball.

CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Calderone lobte insbesondere das Engagement privater Investoren, von denen die Initiative für die Erweiterung der Arena in diesem Bereich ausging. Durch den Beitritt der Kommune in die Finanzierung könne hier ein gewinnbringendes Projekt privat-öffentlichen Engagements angestoßen werden. Und mit Blick auf den gegenüber der Artland-Arena liegenden Neubau der Oberschule Artland betonte Calderone, dass an der Jahnstraße mit diesen beiden Baumaßnahmen eine weitere Atraktivitätssteigerung des Schul- und Sportzentrums in Quakenbrück erreicht werden kann.

Biologische Station startet neues Umweltbildungsprojekt

Alfhausen I Pressemitteilung vom 08. Juni 2019

Ganz gezielt an die Einwohnerinnen und Einwohner des Osnabrücker Landes richtet sich ein neues Umweltbildungsprojekt der „Biologischen Station Haseniederungen e.V.“ in Alfhausen. Unter dem Titel „Biologische Vielfalt im Osnabrücker Land bewahren – Wie geht das?“ sollen in den nächsten Jahren zielgruppengerechte Angebote ein Bewusstsein für die Bedeutung der biologischen Vielfalt schaffen.

Besuch bei der Biologischen Station Haseniederungen: Über die Anlegung von Schaugärten und einer Streuobstwiese im Rahmen eines Zweijahresprojektes zu biologischen Vielfalt informierten sich Christian Calderone (links), Martin Bäumer und Agnes Droste (von rechts) bei Ronald Siegmund-Stuckenberg und Jürgen Christiansen (2. und 3. von links) .

Besuch bei der Biologischen Station Haseniederungen: Über die Anlegung von Schaugärten und einer Streuobstwiese im Rahmen eines Zweijahresprojektes zu biologischen Vielfalt informierten sich Christian Calderone (links), Martin Bäumer und Agnes Droste (von rechts) bei Ronald Siegmund-Stuckenberg und Jürgen Christiansen (2. und 3. von links) .

234.424 Euro kostet das mehrjährige Vorhaben, wovon knapp 78.000 Euro über Mittel der Bingo-Umweltstiftung und knapp 145.000 Euro aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung und Mitteln des Landes Niedersachsen beigesteuert werden. Grund genug für den örtlichen Landtagsabgeordneten Christian Calderone (CDU) und den Umweltpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Martin Bäumer (Glandorf) sich mit Alfhausen Bürgermeisterin Agnes Droste vor Ort über die einzelnen Maßnahmen zu informieren.

Zum Ende der Projektlaufzeit sollen 75 Prozent der Bevölkerung der Samtgemeinde Bersenbrück ein gesteigertes Bewußtsein für die biologische Vielfalt besitzen, wie es in der Projektbeschreibung heißt. Projektleiter Ronald Siegmund-Stuckenberg und der Leiter der Biologischen Station, Jürgen Christiansen, möchten dies insbesondere durch ein Kursangebot aus über 50 Bildungskursen, Informationen im Internet und die Anlegung von so genannten Schaugärten erreichen.

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Ankum: EU-Kommissar für Afrika?

Ankum I Bersenbrücker Kreisblatt vom 07. Juni 2019

Afrika sei ein Kontinent voller Gegensätze, hieß es in einer Podiumsdiskussion der Konrad-Adenauer-Stiftung im See- und Sporthotel Ankum. Wer das Flüchtlingsproblem vor den Toren Europas wirklich lösen wolle, müssen den Afrikanern in ihrer Heimat eine Zukunft geben.

In Afrika treffe man auf gigantische Herausforderungen, betonte Daniel Feldhaus,  Leiter des zur Konrad-Adenauer-Stiftung gehörenden Hermann-Ehlers-Bildungsforums Weser-Ems. Daher nehme das Bildungsforum den Kontinent in den Fokus“ aufgegriffen, als Teil der bundesweiten  Veranstaltungsreihe „Afrika – Unser Nachbarkontinent zwischen Aufbruch und Stagnation“  der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Mit Elke Erlecke, der ehemaligen Leiterin des Regionalprogramms „politischer Dialog in Westafrika“ und heutigen Chefin des  Bildungsmanagements in der Konrad-Adenauer-Stiftung, und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten und Ehrenpräsidenten der Deutschen Afrika-Stiftung Karl-Heinz Hornhues gaben zwei  Kenner der Situation in den westafrikanischen Ländern  rund 50 Gästen des Abends einen Einblick Als Berater für Entwicklungszusammenarbeit der Industrie- und Handelskammern im Nordwesten Deutschlands wurde zudem Talis Zvidrins erwartet, der blieb jedoch im Stau stecken. 

Seine Reden zur Afrikapolitik von vor 30 Jahren wären noch aktuell, betonte  Hornhues. Früher wie heute gelte, dass die Lösung der Probleme darin bestehe, für die Menschen eine Zukunft im eigenen Lande zu schaffen. So könnten sich auch die Migrationsbewegungen an den Toren Europas verändern. Die Entwicklung verstärke zwar die Priorität der afrikanischen Themen, die Probleme seien aber schon uralt.  

„Afrika ist ein blinder Fleck in unserer Wahrnehmung“, gab Elke Erlecke zu bedenken.  Vom demokratischen Musterstaat bis zur radikalen Diktatur sei alles vertreten, so die Referentin, die sieben Jahre lang in fünf Ländern Westafrikas gearbeitet hat. Es gebe eine große Spanne zwischen reichen und sehr armen Menschen und  eine Quote von 54 Prozent Analphabeten. Die Frage der Bevölkerungsentwicklung sei kaum in den Griff zu bekommen, solange Kinder dazu dienen würden, ihre Elrern gegen Alter und Krenkheit abzusichern. 

Die aktuellen „afrikapolitischen Leitlinien“ der Bundesregierung seien zwar ein erster Schritt, die zahlreichen Förderungen und Kooperationen zwischen den afrikanischen Ländern und der Bundesrepublik Deutschland zu strukturieren und zusammenzufassen, es fehle aber an einer echten Steuerung der verschiedensten Bemühungen, sagten Zuhörer. Gerade auf europäischer Ebene sei eine bessere Koordination wünschenswert, so die Gäste. Landtagsabgeordneter Christian Calderone forderte, die Idee des Europapolitikers David McAllister aufzugreifen und einen Afrikakommissar einzusetzen, der sich um funktionierende Strukturen in Afrika kümmern solle. Eine Verantwortungsallianz für Afrika sei dringend gefordert, betonte schließlich Elke Erlecke.

Stadt Quakenbrück will Bürgern Prioritätenliste für Straßenbau erläutern

Quakenbrück I Bersenbrücker Kreisblatt vom 07. Juni 2019

Die von der Stadtverwaltung überarbeitete Prioritätenliste für künftige Straßensanierungen im Stadtgebiet sorgte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses für Diskussionen. Unter den geschätzt 70 Zuhörern waren auch viele Anwohner der Plückmannstraße. Sie befürchteten, dass die Stadt über ihre Köpfe hinweg eine Sanierung plane, ohne sie vorher zu informieren. Die Stadt will die Liste in der zweiten Jahreshälfte in einer Bürgerversammlung vorstellen.

Worum geht es? Die Stadtverwaltung hat nach sieben Jahren wieder alle Straßen in Quakenbrück begutachtet und eine bereits bestehende Prioritätenliste aktualisiert. „Es geht um einen Gesamteindruck der Straße, nicht um eine Begutachtung des letzten Quadratmeters“, erläuterte Klaus Robken, zuständiger Mitarbeiter im Fachbereich Planen und Bauen im Rathaus, die Vorgehensweise. Es sei jede Straße betrachtet worden, also die Fahrbahn sowie sogenannte Teileinrichtungen wie Gehweg, Entwässerung samt Einschätzung über den Zustand des Regenkanals. Dafür werden Punkte zwischen 0 und 3 vergeben. Ein sehr guter Zustand wird mit drei Punkten bewertet. Dagegen gibt es null Punkte, wenn zum Beispiel ein Gehweg als Teileinrichtung baufällig oder gar nicht vorhanden ist. Ein Punkt bedeutet, dass es bei Straße oder Kanal einen hohen Unterhaltungsaufwand gibt. Außerdem hat die Stadt die Verkehrsbedeutung der Straße eingeschätzt: Einen Punkt bekommen Straßen, die überwiegend dem Anliegerverkehr dienen, null Punkte, wenn sie den Durchgangsverkehr aufnehmen. Die Summe aller Kriterien legt die Reihenfolge fest. Straßen mit einer geringen Punktzahl liegen auf den ersten Rängen und reklamieren für sich den höchsten Sanierungsbedarf. „Auf diese Weise behalten wir die Übersicht“, so Robken. Ausdrücklich wies er darauf hin, dass die in der Liste dokumentierte Verkehrsbedeutung keine Vorentscheidung für eine spätere Beitragspflicht der Anwohner sei. Die Zusammenstellung sei eine Handreichung für den Rat, der letztlich entscheide, welche Straße wann saniert werde, ergänzte stellvertretender Stadtdirektor Frank Wuller, zugleich Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen. Er stellte klar, dass die finanziellen Mittel der Stadt begrenzt seien. 

Was sagen die Einwohner? Anwohner der Plückmannstraße hatte die überarbeitete Prioriätenliste regelrecht elektrisiert. Darin war ihre Straße an zweiter Stelle genannt worden, also als Straße, die zeitnah saniert werden könnte. Die Verwaltung hatte die Straße in der Prioritätenliste als Anliegerstraße bewertet. Das wiederum erzürnte die Anwohner, die befürchteten, dass sie deshalb mit einem höheren Anteil an den Ausbaukosten herangezogen werden könnten. Ihrer Meinung nach sei die Plückmannstraße aber eine Durchgangsstraße, für die geringere Ausbaubeiträge zu zahlen seien.

Was sagt die Politik? Christian Calderone (CDU) bezeichnete die Prioritätenliste als ein gutes Instrument, mit dem für jedermann nachvollziehbar sei, welche „objektiven Gründe“ zur Bewertung geführt hatten. Er sprach sich dagegen aus, Straßen, „die das Eigentum der Stadt sind“, einfach liegenzulassen. „Der Zustand wird ja nicht besser.“ Trotz einer überhitzten Konjunktur, die zu hohen Baukosten führe, sei die Stadt bemüht, günstige Ergebnisse bei Ausbauten zu erzielen. Gleichwohl gebe es eine Belastung der Anwohner, „denn auf Anliegerbeiträge kann Quakenbrück nicht verzichten“, so Calderone. Was die Plückmannstraße angehe, so sehe er nicht, dass diese „noch in dieser Ratsperiode“ an der Reihe sei. Calderone wehrte sich auch gegen Kritik, die Ratsmitglieder kümmerten sich nicht um dieses Thema. Er schlug vor, die aktualisierte Prioritätenliste in einer Bürgerversammlung öffentlich vorzustellen und zu erläutern.

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Gemeinderat Eggermühlen besuchte Niedersächsischen Landtag

Eggermühlen/Hannover I Pressemitteilung vom 29. Mai 2019

„Kommunale Parlamentarier“ im Landesparlament in Hannover: Zu einer Visite im Niedersächsischen Landtag trafen die Mitglieder des Gemeinderates Eggermühlen mit dem örtlichen Landtagsabgeordneten Christian Calderone (CDU) zusammen.

Gruppenfoto im Niedersächsischen Landtag: Christian Calderone empfing den Gemeinderat Eggermühlen im Landesparlament.

Gruppenfoto im Niedersächsischen Landtag: Christian Calderone empfing den Gemeinderat Eggermühlen im Landesparlament.

Dabei ging es um die grundsätzliche Arbeitsweise des Landtages, aber auch um örtliche Projekte, die durch die Landesebene unterstützt werden. Bürgermeister Markus Frerker (CDU) nannte hier beispielsweise die durch die Landesnahverkehrsgesellschaft geförderte Bushaltestelle in Döthen und den durch das „Amt für regionales Landentwicklung“ unterstützten Bau eines Nahversorgers am Standort des bisherigen Edeka-Marktes durch das Stephanswerk.

Nach Ansicht von Calderone sei es eine wichtige landespolitische Aufgabe, Strukturen und Infrastrukturen in der Fläche des Landes Niedersachsen auszubauen oder zu erhalten. „Die ländlichen Räume sind in Niedersachsen wichtige Wirtschafts- und Lebensstandorte, für die gleichwertige Lebensverhältnisse in zentralen Versorgungsbereichen garantiert werden müssen.“ Dies gelte, so der Landtagsabgeordnete aus Quakenbrück, in den nächsten Jahren insbesondere für die digitale Infrastruktur, für die medizinische Versorgung und für den Öffentlichen sowie Schienenpersonennahverkehr.

CDU-Quakenbrück besuchte Fitness- und Gesundheitsstudio DREI FIT

Quakenbrück I Lokalzeitung Volltreffer vom 30. Mai 2019

Vertreter der Quakenbrücker CDU statteten dem Fitness- und Gesundheitszentrum DREI FIT einen Besuch ab. Der Austausch war rege und viele interessante Fragen und Antworten machten die knapp eineinhalb Stunden zu einer kurzweiligen Angelegenheit.

Besuch im DREI FIT.

Besuch im DREI FIT.

Der Landtagsabgeordnete Christian Calderone, Marion Haidukiewitz (Vorsitzende der Frauen Union Artland), Wolfgang Becker (Vorsitzender der Senioren Union Artland), Kevin Podeszwa (Vorsitzender der Jungen Union Artland), Dietrich Keck (Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung Artland), Bernd Stöver vom CDU-Stadtverband und Quakenbrücks Bürgermeister Matthias Brüggemann, der zugleich Vorsitzender des Stadtverbandes ist, informierten sich vor Ort über das seit mehr als 30 Jahren in der Burgmannstadt ansässige Unternehmen.

Dies Schwestern Dagmar Müller und Annette Schone, die das DREI FIT mit großer Leidenschaft betreiben, gingen u.a. auf Schwerpunkte wie Gesundheit, Fitness, Trainingsbetreuung und die Möglichkeiten des Rehasports ein. In einer PowerPoint-Präsentation ließen sie die letzten drei Jahrzehnte Revue passieren. 

Durchgehende Fahrradstraßen in Quakenbrück schwer umsetzbar

Quakenbrück I Bersenbrücker Kreisblatt vom 28. Mai 2019

Ein Workshop sollte es werden, ein Vortrag mit Diskussionen kam letztlich dabei heraus – aber trotzdem mit vielen konstruktiven Vorschlägen. Während der Informationsveranstaltung zum Thema Fahrradstraßen in Quakenbrück stellte das Planungsbüro IPW erste Vorschläge für die Realisierung vor, die in eine nahezu einhellige Erkenntnis mündeten: Durchgehende Lösungen „von A nach B“, zum Beispiel mit den Schulen als Zielpunkte, sind in Quakenbrück schwer möglich, denkbar dagegen Modelle wie eine Ost-West-Achse mit längeren Streckenabschnitten.

Der Rat habe beschlossen, Fahrradstraßen ergänzend einzurichten, insbesondere für Schulwege, sagte Stadtdirektor Claus Peter Poppe. Ziel sei, Konzepte sowohl rechtlich als auch fachlich vorzustellen und Anregungen zu sammeln, erläuterte Brigitte Lampe als zuständige Mitarbeiterin im Rathaus: „Fragen, Wünsche, Ängste – wir nehmen alles entgegen.“ Dass Fußgänger bei dem Projekt hohen Stellenwert genießen und der Kfz-Verkehr die Realisierung erschwert, machte IPW-Geschäftsführer Manfred Ramm schnell klar: „Echte“ Fahrradstraßen müssen mindestens vier Meter breit sein, der Fußverkehr auf 2,50 Meter breiten Gehwegen geführt werden, getrennt durch Schutzstreifen oder Hochbord. Seine Ankündigung, die Umsetzung sei nicht möglich ohne wesentlich mehr Verkehrsschilder, rief kollektives Aufstöhnen hervor.

Die im Auftrag enthaltenen zwei Konzeptschritte hatte die IPW kurzerhand vereinigt und alle geprüften „Trassenführungen“ imaginär durchfahren. Durch Luftbilder wurden gut geeignete Abschnitte, aber auch neuralgische Punkte, zum Beispiel die Einmündung des Schwarzen Weges – ohnehin sehr schmal – in den Schiphorst, transparent. Einseitig zugeparkte Strecken wie Kreuz- und Goldstraße kämen nur mit „Ausweichbuchten“ in Frage; die Burgstraße sei aufgrund der Kindergartensituation komplett tabu.

Auch die Überquerung Kleine Mühlenstraße/Loxter Hof – von vielen Schülern genutzt – sei problematisch. Hier komme viel eher eine Streckenführung am Lokal Da Seba vorbei zur Theisstraße in Frage, empfahl Friedrich Schlüter. Aus den Reihen der Teilnehmer, darunter viele aus Rat, Verwaltung und der Initiative Quakenbrück (IQ), aber leider nur wenige Bürger „zu Fuß“.

Kontrovers, aber konstruktiv erörtert wurde die Frage, ob die Lange Straße zumindest abschnittsweise als Fahrradstraße geeignet sei. Der Schutz der Fußgänger dürfe nicht zugunsten der Radler und bald womöglich der E-Roller-Fahrer aufgegeben werden, war die Forderung. Dies sei eine Grundsatzentscheidung, unterstrich Ramm. Von Teilnehmer Lutz Spranger nach seiner persönlichen Meinung zu durchgehenden Fahrradstraßen befragt, sprach der Planer Klartext: „Die sehe ich hier im Leben nicht. Dann müssen Sie Quakenbrück umpflügen.“

So drastische Maßnahmen wollte niemand, Vernunft herrschte vor. Straßenbelag und Übergänge seien schwierig, die Akzeptanz sei das Problem, sagte Bob Giddens. Die Lange Straße dürfe nicht von vornherein ausgeklammert werden, mahnte Matthias Brüggemann. Jürgen Holterhus hatte auf neue Varianten gehofft, dem Fuß- und Radverkehr mehr Priorität einzuräumen. „Eingebürgerte“ Autofahrervorrechte seien nur zu ändern durch eine Gesamtlösung, plädierte Christian Calderone. Das fasste Manfred Ramm als „massive Kritik“ auf. Alles nur über Fahrradstraßen zu lösen, sei kaum möglich; man müsse Kfz-Verkehr unbequemer machen, wünschte sich Andreas Henemann ein anderes Klima. Ludger Greten schlug gut durchdachte Soll-Brüche (Unterbrechungen) wie seit Kurzem an Freitagvormittagen am Rathaus vor. Der alternativ eingebrachte Begriff „Fahrradverbindungen“ gefalle ihm gut, fand Stadtdirektor Claus Peter Poppe ein Schlusswort, das viele Meinungen einschloss und Perspektiven offen ließ.

Wie die Parteichefs auf die Europawahl im Kreis Osnabrück reagieren

Osnabrück I Neue Osnabrücker Zeitung vom 27. Mai 2019

SPD-Kreisparteichef Werner Lager zeigte sich erschüttert, dass die Grünen bei der Europawahl im Landkreis Osnabrück zweitstärkste Partei wurden und die Sozialdemokraten auf unter 20 Prozent abstürzten. Auch CDU und AfD wollen bis zur Kommunalwahl in zwei Jahren einiges besser machen. Als „ein solides Ergebnis“ bezeichnete die FDP ihre 5 Prozent, und die Grünen sehen sich mit 22 Prozent als neue Volkspartei.

Der Kreisvorstandssprecher der Grünen, Andreas Henemann, bejubelte am Montag das „sehr erfreuliche Ergebnis“ und analysierte: „Der Klimaschutz spielte bei dieser Europawahl eine deutlich größere Rolle als noch 2014“. Bei dieser Europwahl erreichte die Öko-Partei 22,5 Prozent der Stimmen im Landkreis und damit beachtliche 13,4 Prozentpunkte mehr als noch vor fünf Jahren. Dabei hätte Henemann vorher selbst durchaus ein besseres Ergebnis als noch 2014 erwartet, „aber ein Zuwachs in dieser Dimension war nicht absehbar“, räumte er ein. Er analysiert: „Den Menschen ist die große Bedeutung von Europa vor Augen geführt worden. Uns hat man als klar proeuropäische Partei wahrgenommen, die erkannt hat, dass die großen Klimaschutzziele nur im europäischen Verbund zu erreichen sind.“

Mittlerweile hält Henemann die Grünen für „eine Volkspartei“, die sich nicht nur um Umwelt- und Klimaschutz kümmere, sondern auch viele soziale Themen im Spektrum habe. Das für die Landratskandidatin Anna Kebschull mit 30,2 Prozent überragende Landratswahlergebnis führt Henemann auf die Erfahrung zurück, die die stellvertretende Grünen-Fraktionschefin im Kreistag gesammelt hat. Der Kreisvorstandssprecher resümiert: „Ihre Themen wie die Mobilitätswende sind gut angekommen und haben auch Nichtwähler mobilisiert. Damit konnte sie auch Wähler der anderen Kandidaten für sich gewinnen.“

Der CDU-Kreisparteichef Christian Calderone hält die herben Verluste von 10,3 Prozent der Stimmen im Vergleich zur vorigen Europawahl im Landkreis für einen Bundestrend, der auch vor dem Landkreis Osnabrück nicht Halt mache. Schließlich habe die CDU bei der Europawahl auch bundesweit 7,2 Prozent der Stimmen im Vergleich zu 2014 verloren. Calderone fordert: „Die CDU muss ihre Kompetenzen im Bereich Klimaschutz deutlicher machen.“Die Christdemokraten benötigten auf Bundesebene wieder ein umweltpolitisches Gesicht wie es einst der frühere CDU-Bundesumweltminister Klaus Töpfer gewesen sei. Einen regionalen Effekt, der für den im Landkreis sogar noch stärkeren prozentualen Rückgang der Stimmen (von 46,4 auf 36,1 Prozent) als im Bundesschnitt verantwortlich ist, sieht Calderone nicht. Umso mehr freut es ihn, dass Landrat Michael Lübbersmann am Sonntag sogar zwei Prozentpunkte mehr holte als bei der vergangenen Landratswahl: „Das starke Ergebnis honoriert, dass Michael Lübbersmann für den Landkreis unermüdlich unterwegs war, nicht nur für Wirtschaft und Bildung, sondern auch für den Klimaschutz.“

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Welfen beklagen Nachteile in Niedersachsen

Braunschweig I livePR vom 

Die WelfenAkademie hatte am heutigen Donnerstag eine Delegation von Landtagsabgeordneten zu Gast. Der CDU-Arbeitskreis Wissenschaft und Kultur besuchte auf Initiative von Christoph Plett (Peine) die Bildungseinrichtung und wurde empfangen vom Vorstandsvorsitzenden der Akademie, Joachim Roth, sowie deren Geschäftsführer, Dr. Jens Bölscher.

„Wir sind ausgesprochen stolz darauf, dass die WelfenAkademie nun zum dritten Mal in Folge den ersten Platz im Hochschulranking der Wochenzeitung „Die Zeit“ besetzt“, unterstrichen beide unisono. Bei dieser Erhebung werden Studierende gebeten, ihren Hochschulen Noten in puncto Studienbedingungen zu geben. Seit 2017 liegen die Braunschweiger in der Kategorie Betriebswirtschaftslehre (dual) ganz vorn.

Doch es herrscht keineswegs nur eitel Sonnenschein an der Salzdahlumer Straße, verdeutlichten Roth und Dr. Bölscher. „Wir müssen leider von Nachteilen der Berufsakademien in Niedersachsen gegenüber anderen Bundesländern berichten“, sagte der Geschäftsführer. Insbesondere die fehlende Möglichkeit zur Professoren-Berufung sei ein Hemmschuh. „In Hessen beispielsweise sind solche Berufungen möglich“, berichtete Dr. Bölscher. „Es ist nachvollziehbar, dass dies ein Wettbewerbsnachteil ist bei unseren Versuchen, die besten Leute nach Braunschweig zu holen.“

Die Schieflage verschärfe sich, weil andere Bundesländer ihre Berufsakademien finanziell unterstützen. Nochmal Hessen: Dort gebe es 1000 Euro vom Land pro Student und Jahr, unterstrich der Geschäftsführer. Das verschaffe den dortigen Akademien ganz andere Möglichkeiten für ihre Angebote an die besten Dozenten. „Wir haben schon häufig festgestellt, dass gute Leute von deutlich kleineren Akademien abgeworben wurden.“

Und Roth und Dr. Bölscher brachten einen weiteren Aspekt ins Spiel: „Die Kooperationsunternehmen der WelfenAkademie werden auf diese Weise bei der praxisnahen Ausbildung von Fach- und Führungskräften allein gelassen – und das im direkten Vergleich mit der Konkurrenz aus den anderen Bundesländern.“ Dies sei ein wichtiger Punkt, gerade vor dem Hintergrund der um die besten Talente buhlenden Wirtschaft. „Außerdem sind unsere Kooperationspartner Steuern zahlende Unternehmen aus der Region.“

Das Spitzenduo von der WelfenAkademie wurde in seinem Vortrag unterstützt durch Prof. Lutz Stührenberg. Er ist Akademieleiter der Berufsakademie Oldenburg und war zu diesem Anlass nach Braunschweig gekommen. „Ich kann die Kritik der WelfenAkademie nur bestätigen“, sagte der Oldenburger. „Für eine weiterhin erfolgreiche Ausbildung von Fach- und Führungskräften ist es ganz wichtig, dass wir eine ähnliche Unterstützung wie Berufsakademien in anderen Ländern erfahren.“

Zur CDU-Delegation gehörten unter anderem Jörg Hillmer MdL, Christoph Plett MdL, Christian Calderone MdL, Thomas Ehbrecht MdL, Veronika Koch MdL, Oliver Schatta MdL und der Bundestagsabgeordnete Carsten Müller. Mittendrin Joachim Roth und Dr. Jens Bölscher.